Dauerhafte Einnahme Von Viagra


Viagra ( Sildenafil )



Viagra-Nebenwirkungen: Sieben Fakten rund um die blauen Pillen

Viagra-Nebenwirkungen: Wann Potenzpillen gefährlich werden

20.08.2010, 10:47 Uhr | cme

Viagra führt zwar zu sexueller Zufriedenheit, verbessert aber nicht die Partnerschaft. (Quelle: dpa)

Seit 1998 ist Viagra auf dem Markt und hat seitdem mehr als 30 Millionen Männern mit Potenzstörungen geholfen. Doch ganz ungefährlich ist die blaue Pille nicht. Vor allem die im Internet verkauften Potenzpillen bergen Risiken, da sie häufig einen falschen Wirkstoff enthalten oder falsch dosiert sind. Wie gefährlich sind Potenzpillen wie Viagra? Welche Nebenwirkungen können auftreten und wie wirkt es überhaupt?

Wie Viagra wirkt

Der in Viagra enthaltene Wirkstoff Sildenafil blockiert ein Enzym, das den Blutfluss im Schwellkörper steuert. Dadurch erschlafft die Muskulatur im Penis, sodass sich die Arterien erweitern und Blut in den Penis strömen kann. Es kommt zu einer Erektion. Dies funktioniert allerdings nur bei sexueller Erregung. Viagra ist daher kein Mittel gegen Lustlosigkeit. Die Wirkung von Viagra hält etwa vier bis sechs Stunden an.

Nebenwirkungen: Kopfschmerzen und verstopfte Nase

Bei gesunden Menschen und ordnungsgemäßer Einnahme ist Viagra nicht gefährlich. Allerdings können unangenehme Nebenwirkungen auftreten, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Sehstörungen und verstopfte Nase. In seltenen Fällen kommt es zur Dauererektion. In diesem Fall sollte man sofort zum Arzt gehen, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Kürzlich zeigte eine US-Studie an 11.000 Männern, dass die dauerhafte Einnahme dem Gehör schaden kann. Viagra-Nutzer, die unter Hörproblemen leiden, sollten daher ebenfalls zum Arzt gehen. Um Gesundheitsschäden generell zu vermeiden, sollte man die Potenzpillen nur in der empfohlenen Menge nehmen und nicht überdosieren.

Für wen Viagra gefährlich werden kann

Der Wirkstoff von Viagra beeinflusst den Blutfluss und damit das Herz-Kreislauf-System. Für Männer mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder niedrigem Blutdruck ist das Medikament daher nicht geeignet. Auch bei Leberfunktionsstörungen und Erkrankungen der Netzhaut wird von der Einnahme abgeraten. Bluthochdruck ist hingegen kein Problem, da der Blutdruck durch die Einnahme sogar geringfügig sinkt. Das Medikament ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Daher werden Betroffene in der Regel ohnehin vom Arzt untersucht, bevor dieser das Rezept ausstellt. Wer seine Potenzpillen im Internet bestellt, sollte unbedingt auf einen seriösen Anbieter achten. Rezeptfrei angebotene Potenzmittel im Internet sind häufig gefälscht oder falsch dosiert.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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